|
|||||
|
Instantkaffee oder löslicher Kaffee wurde Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt. Sinn und Zweck war es, die Kaffeezubereitung zu vereinfachen und nicht mehr ewig warten zu müssen, bis das Wasser durch den Kaffeefilter gelaufen ist. Mit Instantkaffee sollte man innerhalb kürzester Zeit seine Tasse Kaffee genießen können, einfach nur einen Löffel in eine Tasse geben, heißes Wasser darüber geben, umrühren und genießen. Die Herstellung von Instantkaffee ist hingegen etwas komplizierter. Hierfür werden die Kaffeebohnen gemahlen und ganz normal – wie zu Hause in der Kaffeemaschine, nur ohne Filter – mit heißem Wasser aufgegossen. Dabei werden alle Aromen und Inhaltsstoffe des Kaffees herausgelöst. Der dickflüssige Kaffee-Extrakt wird vom Kaffeesatz getrennt und dann durch Trocknung konzentriert. Die Trocknung kann entweder über Hitze beim Sprühtrocknen oder über Kälte beim Gefriertrocknen geschehen.
Beim Sprühtrocknen wird der Kaffee über Düsen und unter hohem Druck in einem großen Metallkessel fein versprüht (Trockenturm). Die Tröpfchen werden von heißer Luft verwirbelt und dabei schonend getrocknet. Es bilden sich kleine Kaffee-Klümpchen, die herabfallen und dabei abkühlen. Am Ende hat man am Boden des Trockenturmes einen Haufen von reinem, pulverisiertem Kaffee. Dieser wird bei manchen Fabrikaten noch agglomerisiert, d.h. das Pulver wird noch mal kurz mit Wasserdampf besprüht, wobei sich einzelne Kaffee-Partikel zusammenklumpen. Dieser Kaffee löst sich später nochmals besser in der Tasse.
Beim Gefriertrocknen wird der flüssige Kaffee-Extrakt in Sekundenschnelle bei Temperaturen von -40 bis -50°C tiefgefroren und dann zermahlen. Die entstandenen Kaffee-Eisstückchen gelangen dann in die Gefriertrocknungsanlage, wo im Vakuum unter allmählicher Erwärmung das Wasser verdampft und der Kaffee als reines Extraktpulver übrig bleibt.
Echte Kaffeekenner und -liebhaber sind auf Instant-Kaffeeprodukte nicht gut zu sprechen, da hierbei das Erlebnis des Kaffee-Bereitens und der Genuss auf der Strecke bleiben. Aber es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, welchen Genuss – den schnellen oder den langsamen – er vorzieht. |
|||||
|
|||||