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Kaffee ist bekanntlich ein Produkt, das aus der „Bohne“/dem Kern einer Pflanze gewonnen wird. Diese Pflanze heißt botanisch wissenschaftlich „Coffea“ und gehört zur Pflanzenfamilie der Rubiaceae. Die beiden heute gängigsten und wichtigsten Arten der Pflanzengattung Coffea sind Coffea arabica (Arabica) und Coffea canephora (Robusta). Es gibt noch einige andere Coffea-Arten (z.B. Excelsa, Stenophylla, Liberica und Maragogype), diese werden jedoch eher selten angebaut und erreichen lange nicht den wirtschaftlichen Anteil an der Weltproduktion. Eine Kuriosität und damit auch die teuerste Variante des Kaffees ist der indonesische Kopi Luwak. Die dort heimischen Schleichkatzen fressen die Kaffeekirschen und scheiden die unverdaulichen Kerne wieder aus. Diese wurden durch die Darmpassage fermentiert und entwickeln dadurch bestimmte Geschmackseigenschaften.
Die Pflanze gehört zu den Strauchgewächsen und bildet weiße, jasminähnliche Blüten in den Blattachseln aus, die sich nach der Befruchtung zu kirschartigen Früchten entwickeln. Im reifen Zustand sind die Kaffeekirschen rot. In ihnen verbirgt sich ein zweigeteilter Kern, der letztlich zur Kaffeebohne wird. Die Zweige der Pflanze sind rutenförmig und besitzen länglich-ovale und immergrüne, ledrige Blätter.
Die Arabica-Pflanze bildet den Hauptanteil der angebauten Kaffeepflanzen. Sie kann auch in tropischen Höhenlagen wachsen, wo es im Jahresverlauf auch etwas kühler ist. Im Gegensatz dazu kann die kälteempfindlichere Robusta-Pflanze nur in konstanterem Klima gedeihen und wird daher auch im Flachland angebaut.
Hauptanbaugebiete der der Kaffeesorte Arabica in der heutigen Zeit sind vor allem Süd- und Mittelamerika (Brasilien, Columbien, Guatemala und Mexiko), die Hauptanbaugebiete für die Sorte Robusta liegen in Indonesien, Vietnam, Uganda und an der Elfenbeinküste.
Die wichtigsten Faktoren für den Kaffeeanbau sind – wie für alle Pflanzen – Temperatur, Niederschlag, Bodenbeschaffenheit und Höhenlage. Je nachdem in welcher Variation diese Faktoren aufeinander treffen, so entscheidet sich auch die Qualität und letztlich der Geschmack des jeweiligen Kaffees. So schmeckt ein Arabica aus Indien völlig anders als ein Kaffee derselben Sorte aus Brasilien.
Die Reifung der Kaffeekirschen dauert sehr lange. Bei der Arabica-Pflanze sind es ca. 6 – 8 Monate, bei der Robusta-Pflanze 9 – 11 Monate. Die selteneren Sorten benötigen teilweise sogar 12 – 14 Monate bis die Kaffeekirsche ihre volle Reife erlangt hat. Die Reifung hängt vom Boden, Klima und Düngung ab.
Eine Kaffeepflanze hat ihren ersten Ertrag in einem Alter von ca. 3 Jahren. Dieser steigert sich bis zu seinem Höhepunkt bei 8 Jahren und sinkt bis zu einem Alter von 20 Jahren wieder stetig ab. Ein Grund für den sinkenden Ertrag im Laufe des Pflanzenalters ist die Auslaugung des Bodens mit der Zeit, sowie die generelle Konstitution der Pflanze, die durch die Pflege und eventuelle Parasiten beeinflusst wird.
Geerntet wird normalerweise nur die vollreife Kirsche, was jedoch sehr zeitaufwändig ist und damit auch den Kaffee verteuert. Es gibt auch die weiter verbreitete Erntemethode der „Strip-Pflückung“. Hierbei werden die Pflanzen komplett abgeerntet – unabhängig vom Reifegrad der einzelnen Kirschen. Dadurch entsteht Kaffee minderer Qualität, was jedoch durch eine Sortierung nach der Ernte wieder etwas relativiert werden kann. Maschinen können für die Ernte meistens nicht eingesetzt werden, da die Geländeformen teilweise sehr variabel sind und für Maschinen ungeeignet. |
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