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Tee ist nicht gleich Tee. Zumindest die korrekte Bezeichnung im Westen müsste nochmal überholt werden. Im Prinzip werden inzwischen alle Aufguss-Getränke aus Blättern, Kräutern und Früchten als Tee bezeichnet. Streng genommen jedoch ist nur echter Tee, was aus der Original Teepflanze – Camellia thea sinensis bzw. thea assamica – hergestellt wurde. Alle anderen „Tees“ sollten korrekterweise nur als Aufguss bezeichnet werden, da sie mit der Teepflanze nichts gemein haben.
Die echte Teepflanze ist ein immergrüner Strauch bzw. kleiner Baum mit bis zu 5 m Wuchshöhe und gehört zu den Kameliengewächsen. Die Zweige des Strauches sind rötlich und mit weißlich-silbrigen Haaren besetzt. Die kurz gestilten Blätter sind wechselständig angeordnet und rundlich bis länglich elliptisch geformt und erreichen eine Länge von ca. 5-14 cm und 2-7,5 cm in der Breite. Der Blattrand ist gezähnt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzend, die Unterseite ist etwas heller und manchmal leicht behaart.
Der Strauch blüht von Oktober bis Februar, wobei die Blüten mit ihren 2,5 – 3,5 cm Durchmesser in den Blattachseln einzeln oder zu dritt auftreten. Aufgebaut sind sie aus 5 Kelchblättern, sechs bis acht weißen Kronblättern, zahlreichen gelben Staubblättern und Gynoeceum. Die Blüte bildet nach der Befruchtung eine Kapselfrucht aus, die ein bis zwei braune, rundliche Samen enthält. Diese reifen von August bis Oktober.
Ursprünglich wächst Tee in den Subtropen mit feuchten, heißen Sommern und trockenen, kühlen Wintern. Hauptverbreitungsgebiet und Anbau ist Asien – hier vor allem Japan, Korea, Südchina bis Nordost-Indien, aber auch Thailand und Vietnam.
Die reinen Tee-Gattungen Camellia sinensis sinensis (hauptsächlich in China und Darjeeling) und Camellia sinensis assamica (vor allem in Indien und Sri Lanka) werden immer mehr von Hybriden verdrängt. Angebaut werden die Pflanzen mittlerweile auch in Afrika, Amerika, Australien und Europa (Azoren und Türkei), wobei China und Indien immer noch den Hauptanteil ausmachen. Japan produziert ausschließlich Grüntees. Schwarztees werden jedoch neben Grüntees in allen anderen Anbaugebieten gleichermaßen angebaut.
Die Teesorten werden nach ihrem Anbaugebiet benannt, also bezeichnet z.B. Darjeeling Tees aus der Region Darjeeling in Nordostindien, Ceylon aus Sri Lanka, Assam aus Nordindien usw.. Die einzelnen Teesorten werden häufig noch aromatisiert oder verblendet (Mischungen aus Tees verschiedener Anbaugebiete), wie z.B. der Earl Grey, dem ätherisches Bergamottöl beigemengt wird oder Grüntees, die mit verschiedenen Blüten oder Fruchtstücken und ätherischen Ölen aromatisiert werden. Diese Endmischungen gibt es in unzähligen Variationen.
Hier ein kleiner Überblick über die gängigsten Teesorten aus der Teepflanze.
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Teesorte
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Anbaugebiet
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Charakter
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Assam
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Tee aus Assam, Nordindien.
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Schwarztee; kräftig, würzig und aromatisch im Geschmack. Grundlage für starke Ostfriesenteemischungen.
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Ceylon
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Tee aus Sri Lanka, Dimbula-Region, Nuwara-Eliya- Region und Uva-Region.
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Schwarztee; aromatisch, würzig, herb und kräftig. Leichtes Zitrus-Aroma.
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Darjeeling
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Darjeeling, Nordindien
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Schwarztee; zartes, blumiges Aroma, leicht bitter (First Flush) bis feinwürzig, nussig und kräftig (Second Flush)
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Java
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Java, Indonesien
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Schwarztee; würzig und kräftig, aber ohne viele Nuancen. Wird gerne zum Blending mit anderen Sorten verwendet.
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Keemun
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Keemun, Provinz Anhui, China
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Schwarztee; durch wenig Koffein und Gerbsäuren mit mildem, aromatischem, leicht würzigem Aroma. Ideal für abends.
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Nilgiri
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Nilgiri, Südwestindien
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Schwarztee; frisches, lebhaftes Aroma mit leichter Zitrusnote.
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Oolong
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Taiwan (Formosa), China
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Schwarztee, halbfermentiert; verbindet die Eigenschaften von Grüntee und Schwarztee. Vom Aroma her wie Schwarztee, jedoch etwas milder und feiner.
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Sikkim
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Sikkim, Nordindien
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Schwarztee; ähnlich dem Darjeeling, jedoch etwas schwerer. Der Geschmack ist aromatisch, duftig, blumig.
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Yunnan
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Yunnan, Südwestchina
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Schwarztee; sehr kräftig und dunkel, volles Aroma, leicht erdige Note.
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Bancha
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Shizuoka, Japan
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Grüntee; großes Blatt, schmeckt frisch und leicht grasig. Enthält viel Kalzium und wenig Koffein.
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Chun Mee
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China, Taiwan, Japan und Indien
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Grüntee; frisch-herber Geschmack.
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Lung Ching
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Provinz Zhejiang, China
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Grüntee; fruchtig-blumiges Aroma, leicht süßliche.
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Gunpowder
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Provinz Zhejiang, China
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Grüntee; Blätter werden gerollt und erinnern an Schrotkugeln. Herber, kräftiger Geschmack mit anregender Wirkung.
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Gyokuru
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Uji-Distrikt bei Kyoto, Japan
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Grüntee; sehr edler Tee. Durch Abdunkeln der Pflanze kurz vor der Ernte erhält der Tee besonders viele seiner Wirkstoffe, wie z.B. Koffein, aber wenig Gerbsäure.
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Matcha
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Uji-Distrikt bei Kyoto, Japan
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Grüntee; speziell verwendet für die japanische Teezeremonie. Pulverform. Geschmack sehr intensiv, fein-herb, enthält viel Vitamin A und D.
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Sencha
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Shizuoka (Japan), Taiwan, China
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Grüntee; frischer, leicht herber Geschmack mit süßlicher Note.
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Bai Mu Dan
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Fujian, China
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Weißer Tee; Aroma ist weich und mild, zart-blumig.
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Pu Erh
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Yunnan, Südwestchina
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Grüntee, Post-Fermentation; Tee wird speziell nachbehandelt und lange gelagert. Je länger, desto teurer der Tee (wie bei Wein). Geschmack mild-herb bis herb-rauchig, erdig, je nach Alter.
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Weitere „Tee“-Sorten:
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„Tee“-Sorte
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Anbaugebiet
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Geschmack
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Ayurveda-Tee
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je nach Herkunft der Gewürze und Kräuter
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Kräuter-Tee-Mischungen meist aus Gewürzen wie Ingwer, Fenchel, Minze, Nelke, Koriander, Kardamom, Kreuzkümmel, Muskat, Süßholz, Curcuma, Pfeffer, Anis und Zimt. Geschmack meist sehr kräftig und würzig, teils recht scharf durch die Gewürze.
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Früchte-Tee
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weltweit
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Aufguss ist fast immer kräftig rot gefärbt und hat eine fruchtige und säuerliche Note. Hierfür können alle Früchte verwendet werden, die die Region bietet.
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Kräuter-Tee
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weltweit
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Tee aus verschiedenen Kräutern der Region mit teilweise arzneilicher Wirkung. Beliebt und viel verwendet sind: Pfefferminze, Kamille, Fenchel, Salbei, Brennessel, Thymian... Häufig auch Mischungen mit vielen weiteren Kräutern.
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Mate-Tee
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Südamerika
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Aufguss aus getrockneten Blättern des Mate-Strauchs, einer Stechpalmenart, also eine Art Kräuter-Tee. Der Geschmack ist herb-bitter und leicht rauchig. Er wird hierzulande vorwiegend als Schlankheitstee verwendet, da er appetitzügelnd wirkt.
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Rooibusch-Tee
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Südafrika
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„Roter Tee“; es werden die jungen Zweige geerntet und getrocknet. Der Aufguss ist rötlich-golden bis braun-rot und hat einen vollen, aber milden Geschmack, leicht süßlich.
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